Kräfte bündeln, Bildung stärken: Moritz-Fontaine-Gesamtschule möchte sich neu ausrichten

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Die Moritz-Fontaine-Gesamtschule blickt in diesem Jahr auf besonders erfreuliche Anmeldezahlen. Die hohe Nachfrage zeigt deutlich, wie groß das Vertrauen der Eltern in die pädagogische Arbeit der Schule ist und wie attraktiv das Bildungsangebot wahrgenommen wird. Gleichzeitig braucht eine Gesamtschule ausreichend große Lerngruppen, planbare Unterrichtsangebote und einen stabil organisierten Ganztag. Ein zweiter Standort stellt das Lehrpersonal, die Schüler und die Verwaltung täglich vor große Herausforderungen. Die erforderlichen zusätzlichen Abstimmungen, Wege und Doppelstrukturen binden zudem eine Menge Zeit und lassen sich planerisch-organisatorisch sowie pädagogisch nur gut begründen, wenn dort dauerhaft ausreichend große Lerngruppen entstehen. Eine solche Entwicklung zeichnet sich derzeit nicht ab, so dass es von Seiten der Bezirksregierung einen offiziellen Hinweis gab, dass der Standort Wiedenbrück bei gleichbleibenden Anmeldezahlen im kommenden Schuljahr geschlossen würde.  

Mit Blick auf das Interesse der Kinder der Stadt Rheda-Wiedenbrück haben sich daher die Mitglieder der Schulkonferenz der Moritz-Fontaine-Gesamtschule, bestehend aus der Schulleitung, Elternvertretung, Schülerschaft und Lehrkräfte, dafür ausgesprochen, der Stadt Rheda-Wiedenbrück eine Bündelung der Gesamtschule am Standort Rheda vorzuschlagen. Eine Zusammenführung hilft, Räume, Personal und Zeit gezielter für Unterricht und Förderung einzusetzen. Die Schülerschaft des Standortes Wiedenbrück könnte auf diese Weise beim Übergang zum Standort nach Rheda begleitet und der Prozess der Verschmelzung der Standorte mitgestaltet werden. Sollte der Bildungsausschuss der Stadt dem Vorschlag folgen, würde die Gesamtschule künftig am Standort Rheda zusammengeführt. Ziel ist es, die vorhandenen personellen Möglichkeiten besser zu nutzen und die Lernbedingungen weiter zu verbessern. Die Schulgemeinschaft versteht diesen Vorschlag daher nicht als kurzfristige Reaktion, sondern als Schritt, um die Gesamtschule für die kommenden Jahre verlässlich aufzustellen, um somit den Kindern der Kommune das bestmögliche Bildungsangebot machen zu können.

Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass eine solche Entscheidung auch einen Einschnitt bedeutet. Der Standort Wiedenbrück hat die Geschichte der Moritz-Fontaine-Gesamtschule über viele Jahre mitgeprägt. Viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeitende verbinden mit diesem Ort Erinnerungen, Erfahrungen und persönliche Geschichten. Das Lehrerkollegium des Standorts Wiedenbrück leistet dabei sehr gute Arbeit, und ist in kleinen Lerngruppen immer nah am Kind. Sollte es zu einer Bündelung kommen, werden daher die Stärken des Standorts in Wiedenbrück mitgenommen, so dass der Übergang nicht nur organisatorisch vorbereitet, sondern auch für die Schülerschaft und das Kollegium wertschätzend begleitet wird. 

Die Verantwortlichen betonen, dass eine Konzentration der Jahrgänge an einem Standort zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Durch die räumliche Zusammenführung könnten Synergien entstehen, die unmittelbar den Schülerinnen und Schülern zugutekommen. Unterrichtsorganisation, Förderangebote und Ganztagsstrukturen ließen sich effizienter planen, und pädagogische Konzepte könnten noch enger verzahnt werden. Auch der Schulalltag würde spürbar profitieren: Der bisher notwendige Transfer zwischen den Standorten Rheda und Wiedenbrück für Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer entfiele weitgehend, was sowohl Zeit als auch Ressourcen spart. Lehrkräfte könnten ihre Arbeit stärker auf die individuelle Förderung ausrichten, und die Kinder hätten mehr Kontinuität in ihrem täglichen Umfeld. Die Moritz-Fontaine-Gesamtschule sieht in der Bündelung einen wichtigen Schritt, um sich langfristig als moderne, leistungsstarke und kindorientierte Bildungseinrichtung weiterzuentwickeln. Die positiven Rückmeldungen aus der Elternschaft und die starken Anmeldezahlen bestätigen, dass der eingeschlagene Weg auf breite Unterstützung trifft.

Mit ihrem Vorschlag macht die Moritz-Fontaine-Gesamtschule deutlich, dass sie ihre Zukunft aktiv gestalten möchte. Sie blickt dabei nicht nur auf Gebäude und Standorte, sondern vor allem auf die Kinder und Jugendlichen, für die Schule jeden Tag ein wichtiger Lebens- und Lernort ist. Nun liegt es an den Verantwortlichen der Stadt Rheda-Wiedenbrück, gemeinsam mit der Schulgemeinschaft die nächsten Schritte zu prüfen und die Weichen für eine starke, zukunftsfähige Gesamtschule für Rheda und Wiedenbrück zu stellen.